
Kaum zu glauben, dass unser Kinderpassabenteuer schon 4 Jahre zurück liegt – jedenfalls nähert sich das mühevoll besorgte Dokument seinem Ablaufdatum und damit war ein neues fällig. Same procedure als last time – zumindest fast, denn inzwischen kann man nicht mehr nach Belieben bei der deutschen Botschaft ein und ausgehen, sondern muss sich einen individuellen Termin geben lassen. Erfreulicherweise wurden schulpflichtigen Kindern bei der Terminvergabe bevorzugt, weshalb wir noch innerhalb der Osterferien vorsprechen konnten. Damit sich die weite Reise auch lohnt, wollten wir sie mit einem Museumsbesuch verbinden. Dochterlief hatte sich für das Magrittemuseum entschieden – sie hatte nämlich letzte Woche an einem Workshop im literarischen Museum von Hasselt teilgenommen, in dem es um Margritte und seinen Einfluss auf das Werk des Kinderbuchillustrators Leo Timmers ging.
Vom Bahnhof aus erklommen wir den Kunstberg, von dessen Treppen aus man einen schönen Blick über die Stadt hat. Dochterlief hat ein Faible für Straßenkünstler und spendierte einem fröhlichen Fiedler, der uns auf den Stufen mit einem Ständchen beglückte, einen halben Wochenlohn Taschengeld. Das Margrittemuseum ist seit 2009 im aufwendig restaurierten Altenloh-Palais untergebracht und bequem nach 10 Minuten Fußmarsch vom Bahnhof aus zu erreichen. Mit einem Lift wird man in den 4. Stock geleitet, in dem die Frühwerke Magrittes hängen und darf sich dann zu Fuß Etage für Etage durch sein Oevre arbeiten. In jeder Etage informiert eine dreisprachige (F, NL, E) Wandtafel über den jeweiligen Lebensabschnitt des Künstlers, die Beschriftung direkt bei den Bildern ist ziemlich bescheiden, man kann sich jedoch einen ausführlichen Audiogids ausleihen. Um v.a. die empfindlichen Zeichnungen zu schonen, sind die Räume ziemlich dunkel gehalten, Schlechtsehende dürften ihre Probleme haben. Dochterlief verzichtete diesmal auf den audiogids, weil sie die Bilder „direkt auf ihre Phantasie wirken lassen“ wollte und machte einen Sport daraus, den Bildtitel zu raten – erstaunlicherweise lag sie damit ziemlich oft richtig. Offenbar haben Kinder einen natürlichen Instinkt für das Surreale … oder das Surreale ist das eigentlich Ursprüngliche, für das man später den Blick verliert? Einen wunderbaren Blick hat man jedenfalls auch von der Terrasse des Museumscafés, in dem wir uns für den Behördengang stärkten – vermutlich ist dieser Ausblick auch die Ursache für die ziemlich gesalzenen Preise auf der ansonsten recht bescheidenen Speisekarte. Im Erdgeschoss des Gebäudes befindet sich noch eine Brasserie, die wir aber nicht getestet haben – sie machte einen recht noblen Eindruck, was aber unsrer Erfahrung nach sehr oft mit langen Wartezeiten einher geht und das konnten wir uns bei unsrem straffen Zeitplan nicht leisten.
Die Botschaft war nach weiteren 20 Minuten Fußmarsch erreicht, zum Glück waren alle mitgebrachten Dokumente in Ordnung und man konnte das biometrische Passfoto sogar an einem Automaten in der Botschaft selbst machen. Da dochterlief schon fast 10 ist, schlug die Beamtin vor, doch gleich einen „richtigen“ Epass ausstellen zu lassen – der Kinderausweis sei nämlich nur bis zum 12. Lebensjahr gültig und wir hätten in 2 Jahren wieder einen neuen beantragen müssen. Jetzt ist dochterlief die erste in der Familie, die einen Pass mit ihrem Fingerabdruck bekommt und natürlich stolz wie Oskar – ein richtiger Geheimagentenpass!
Vom Bahnhof aus erklommen wir den Kunstberg, von dessen Treppen aus man einen schönen Blick über die Stadt hat. Dochterlief hat ein Faible für Straßenkünstler und spendierte einem fröhlichen Fiedler, der uns auf den Stufen mit einem Ständchen beglückte, einen halben Wochenlohn Taschengeld. Das Margrittemuseum ist seit 2009 im aufwendig restaurierten Altenloh-Palais untergebracht und bequem nach 10 Minuten Fußmarsch vom Bahnhof aus zu erreichen. Mit einem Lift wird man in den 4. Stock geleitet, in dem die Frühwerke Magrittes hängen und darf sich dann zu Fuß Etage für Etage durch sein Oevre arbeiten. In jeder Etage informiert eine dreisprachige (F, NL, E) Wandtafel über den jeweiligen Lebensabschnitt des Künstlers, die Beschriftung direkt bei den Bildern ist ziemlich bescheiden, man kann sich jedoch einen ausführlichen Audiogids ausleihen. Um v.a. die empfindlichen Zeichnungen zu schonen, sind die Räume ziemlich dunkel gehalten, Schlechtsehende dürften ihre Probleme haben. Dochterlief verzichtete diesmal auf den audiogids, weil sie die Bilder „direkt auf ihre Phantasie wirken lassen“ wollte und machte einen Sport daraus, den Bildtitel zu raten – erstaunlicherweise lag sie damit ziemlich oft richtig. Offenbar haben Kinder einen natürlichen Instinkt für das Surreale … oder das Surreale ist das eigentlich Ursprüngliche, für das man später den Blick verliert? Einen wunderbaren Blick hat man jedenfalls auch von der Terrasse des Museumscafés, in dem wir uns für den Behördengang stärkten – vermutlich ist dieser Ausblick auch die Ursache für die ziemlich gesalzenen Preise auf der ansonsten recht bescheidenen Speisekarte. Im Erdgeschoss des Gebäudes befindet sich noch eine Brasserie, die wir aber nicht getestet haben – sie machte einen recht noblen Eindruck, was aber unsrer Erfahrung nach sehr oft mit langen Wartezeiten einher geht und das konnten wir uns bei unsrem straffen Zeitplan nicht leisten.
Die Botschaft war nach weiteren 20 Minuten Fußmarsch erreicht, zum Glück waren alle mitgebrachten Dokumente in Ordnung und man konnte das biometrische Passfoto sogar an einem Automaten in der Botschaft selbst machen. Da dochterlief schon fast 10 ist, schlug die Beamtin vor, doch gleich einen „richtigen“ Epass ausstellen zu lassen – der Kinderausweis sei nämlich nur bis zum 12. Lebensjahr gültig und wir hätten in 2 Jahren wieder einen neuen beantragen müssen. Jetzt ist dochterlief die erste in der Familie, die einen Pass mit ihrem Fingerabdruck bekommt und natürlich stolz wie Oskar – ein richtiger Geheimagentenpass!
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