Dreikönig backt man Dreikönigskuchen, am Montag danach “worstenbroden”, so will es eine flämische Tradition. Vor allen in den Provinzen Antwerpen und Doornik wird diese Tradition hochgehalten, über deren Ursprung verschiedene Versionen kursieren:
Früher erhielten die Arbeiter im Hafen von Antwerpen ihren Lohn am Sonntag ausbezahlt. Am Dreikönigstag wurde aber dermaßen ausgelassen gefeiert, dass bis zum folgenden Montag nichts mehr übrig war und die Arbeiter zusehen mussten, wie sie ihre Familien bis zum nächsten Zahltag satt bekamen. Sie klapperten dann die Cafés und Metzgereien ab, um eine billige Mahlzeit zu erhalten. Die Metzger bereiteten dann aus Teig- und Fleischresten die gefüllten Wurst-Brötchen zu – verdient haben sie dabei nichts, eher Verlust gemacht, weshalb dieser Montag als „verlorener Montag“ (franz.: lundi perdu of lundi parjuré ) in die Geschichte einging.
Einer anderen Version zufolge geht dieser Brauch auf die Beamten-Vereidigung zurück, die im 15. Jh. am ersten Montag nach Dreikönig stattfand. Um die Kosten für das zugehörige Fest im Rahmen zu halten servierte die Stadt billige „worstbroodjes“ – und weil die Beamten nach diesem Fest nicht mehr in der Lage waren, zu arbeiten, wurde der Tag „verlorener Montag“ genannt.
Heutzutage besteht ein „worstenbroodje“ aus Blätterteig mit einer Hackfüllung und wer in Antwerpen am „verlorenen Montag“ eine Kneipe besucht, erhält zu seinem Bier meist gratis ein Wurstbrötchen dazu.
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