Als selbständig von zu Hause aus arbeitende Mama hatte sich das Problem nie gestellt: wurde das Kind krank, blieb es eben daheim bei mir und ich legte meine Arbeitszeiten in seine Schlafphasen. Das änderte sich schlagartig, als ich eine Unterrichtsvertretung annahm. Denn natürlich wurde das Kind ausgerechnet in der Woche krank, in der ich absolut nicht zu Hause bleiben konnte. Für einen Tag konnte der Papa einspringen, aber mehr war nicht drin. Für ein gesundes Kind hätte ich in der Nachbarschaft Betreuung organisieren könne, doch ein krankes will natürlich niemand – ohne Familie am Ort steht man ganz schön dumm da.
Im Internet stieß ich auf die „familiehulp“ und fand sofort Unterstützung: unsere Krankenkasse bietet einen Babysitterdienst für erkrankte Kinder berufstätiger Eltern. Montag früh telefonierte ich mit dem zuständigen Sachbearbeiter und bereits mittags erhielt ich einen Rückruf, dass ab Dienstag früh ein Babysitter ins Haus kommen würde. Dochterlief fand das alles höchst spannend und war ganz enttäuscht, als ich am Nachmittag viel zu früh wieder heimkehrte. Maximal 100 Stunden pro Jahr und Kind darf man diesen Service in Anspruch nehmen – ich hoffe doch, dass wir ihn nicht so oft benötigen – aber es ist gut zu wissen, dass es so etwas gibt.
Mittwoch, 18. Februar 2009
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