
Maastricht im südlichsten Zipfel der Niederlande ist ein beliebtes Ausflugsziel, gilt es doch mit seinen vielen Straßencafés und Feinschmeckerrestaurants unter den Belgiern als die „am meisten burgundische“ Stadt der Niederlande. An jedem ersten Sonntag im Monat tummeln sich dort auch viel deutsche Touristen, um die Shoppingmöglichkeiten der Innenstadt zu nutzen.
Auch wir erkoren es an einem trüben Sonntag als nahes Ausflugsziel und landeten auf dem Marktplatz zunächst mitten in der St.-Servatius-Prozession, die immer am Sonntag nach dem Namenstag dieses Eisheiligen (13. Mai) abgehalten wird. Das Zuschaueraufkommen hielt sich bei dem trüben Wetter in Grenzen und so war es auch kein Problem, in einem der zahlreichen Esscafés gegenüber der Liebfrauenkirche Platz zu finden.
Frisch gestärkt absolvierten wir die übliche Sightseeingtour zwischen den beiden Hauptkirchen und spazierten hinunter zum Maasufer, wo man bei der Reederei Stiphout eine Bootstour über die Maas buchen kann oder nördlich der Wilhelminabrug sein Bewusstsein auf ganz andere Art erweitern kann: gleich zwei der bekanntesten Coffeshops Maastrichts sind hier zu finden.Da wir minderjährige Kinder dabei hatten, verzichteten wir auf diese Erfahrung und spazierten lieber an der ehemaligen Festungsmauer entlang, von der aus viele romantische Sträßchen wieder zum Zentrum führen. Im sogenannten Jekerkwartier, dem „Quartier Latin“ von Maastricht, findet man vor allem viele Künstler sowie außergewöhnliche Restaurants und Hotels.

In der Bernardusstraat entdeckten wir die Galerie der Bildhauerin Anke van Kooten mit dem Namen „ik“ (= ich) und dem schönen Hinweis „geöffnet, wenn ich da bin“. Leider war sie nicht anwesend, so dass wir ihre Exponate nur durch das Fenster bewundern konnten.
Einige Häuser weiter stießen wir auf das belgisches Restaurant „Witloof“ mit einem umfangreichen Angebot an belgischen Bieren und Speisen und außergewöhnlichen Werbetafeln: „Keine Panik, unsre Mahlzeiten werden schneller serviert als unsre Regierung gebildet wurde“ und „Wer einmal hier gegessen haben, vergisst Sonja Bakker“ – Eingeweihte wissen, das es sich bei dieser Dame um eine aus TV und diversen Büchern bekannte Ernährungsberaterin handelt, deren Credo lautet: „wenn sie Hunger haben, genießen sie dieses Gefühl, es zeigt Ihnen, dass Ihre Fettverbrennung in Gang kommt.“
Leider hatten wir schon gegessen und wenn man in Belgien wohnt, wäre es schon ein bisschen pervers, nach Holland zu fahren um belgisch zu essen aber eigentlich würde mich das Lokal schon reizen .... nächstes Mal dann.





