Mittwoch war schulfrei und ich nutzte den Tag zu einem Bildungsausflug nach Leuven. Dort feierte das Stadtmuseum M seine Wiedereröffnung mit einer Ausstellung über Rogier van der Weyden. Das Museum liegt ca. 10 Gehminuten vom Hauptbahnhof Leuven entfernt mitten in der Innenstadt. Die belgische Bahn bietet ein Tagesticket (Fahrt + Eintritt) zu ermäßigten Preisen an. Wegen des großen Andrangs werden die EintrittskWir statteten uns gegen eine Leihgebühr von jeweils 2 Euro mit einem Audiogids in NL und D aus, in dem die Hauptwerke ausführlich besprochen werden. Die niederländische Version ist außerdem noch mit einigen kurzweiligen Hörspielen und Liedern ausgestattet, für Besucher, die ganz viel Zeit mitbringen. Für Kinder gibt es außerdem noch ein Büchlein mit Ratespielen zu den ausgestellten Objekten (nur auf NL). Außerdem erhält jeder Besucher einen kurzen Führer (wahlweise in D, NL, FR und E) mit einem Grundriss des Museums und kurzen Informationen über die Herkunft der Objekte.
Die einzelnen Gemälde, Skulpturen und Stiche waren sehr gut präsentiert, sowohl von der Ausleuchtung als auch vom Raum her. Selbst wenn mehrere Besucher gleichzeitig vor einem Gemälde standen, konnte man immer noch etwas sehen. Die Beschriftungen beschränkten sich auf die Nennung von Künstler, Bildtitel und Aufbewahrungsort, ohne den Audiogids ist man also ziemlich aufgeschmissen.
Zu der Ausstellung ist bei Davidsfond ein großer Katalog erschienen mit hervorragenden Kunsttafeln, er kostet im Museum 59 €, ist aber gegen 10 € Aufpreis auch im Buchhandel erhältlich (in NL oder E). Der Katalog wiegt ca. 4,5 kg, etwas leichter ist die neuste Ausgabe der flämischen Kunstzeitschrift OKV, die Rogier gewidmet ist und ebenfalls im Museumsshop erhältlich ist.

Wir verzichteten auf den Besuch des Museumscafés und kehrten lieber in einem der zahlreichen Lokale in der Umgebung ein. Nach einem kurzen Bummel durch die beiden Einkaufsstraßen Bondgenotenlaan und Diestsestraat strebten wir dann Richtung Bahnhof, mit einem halben Kilogramm duftender Pralinen vom Chocoladenatelier „’t Zoet Mondje“ im Gepäck – ein winziger Laden voller Köstlichkeiten, die man probieren darf, bevor man kauft - denn danach kauft man garantiert.



















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